Podologische Praxis - Birte Pufal-Friedrichs & Frank Scheffler
Podologische Praxis - Birte Pufal-Friedrichs & Frank Scheffler

Fusspfleger oder Podologe?

 

Beide sind zuständig für die Füße. Der Unterschied liegt in der Ausbildung.

Die Ausbildung zum Fußpfleger wird seit Jahrzehnten in unterschiedlichstem Umfang und Inhalt angeboten. Die Ausbildungszeiträume schwanken von 3 Tagen bis ca. 6 Monaten. Die Ausbildungsinhalte und damit verbundenen Kenntnisse sind z.B. für die kompetente Mitarbeit am Fuss des Diabetikers absolut unzulänglich.

 
 

Podologie ist die nichtärztliche Heilkunde am Fuß. 

Podo = der Fuß, logie= die Lehre

 
 

Die Ausbildung zur Podologin/zum Podologen dauert 2 Jahre (Vollzeit) in Theorie (mit den Fächern Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Mikrobiologie, Hygiene usw.), die Praxis, beinhaltet eine Zusatzausbildung für den diabetischen Fuß und schließt mit einem Staatsexamen ab.

Seit dem 02. Januar 2002 ist das Podologengesetz in Kraft. Durch dieses Gesetz ist die Ausbildung festgeschrieben und Fußpflegern ohne podologische Ausbildung ist es nicht mehr erlaubt sich „Med. Fußpfleger/in“ zu nennen.

Der Gesetzgeber hat es leider versäumt, neben der Berufsbezeichnung auch die Tätigkeitsbeschreibung zu schützen, was zur Folge hat, dass jeder Fußpfleger, unabhängig von seiner Qualifikation, auch weiterhin „medizinische Fußpflege“ anbieten kann.

Es lohnt sich für den Patienten hartnäckig nachzufragen, ob sein Fußpfleger die Berufsbezeichnung „Podologe“ oder „Med. Fußpfleger/in“ führen darf, denn die Unterschiede in der Qualifikation und Ausbildung sind enorm.

Weiterhin sind in einer podologischen Praxis mit Kassenzulassung strenge Hygiene- und Qualitätsrichtlinien zu beachten, deren Einhaltung von Krankenkassen und Berufsverbänden überwacht wird, wohingegen der Fußpfleger keiner Kontrolle unterliegt.

Als staatlich anerkannter nichtärztlicher Heilberuf arbeitet der Podologe eng mit dem behandelnden Arzt zusammen, was gerade für Diabetiker, Rheumatiker, Patienten mit Durchblutungsstörungen oder Patienten mit Marcumar-Therapie für den Behandlungserfolg von großer Wichtigkeit ist.

 

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